Alkohol in der Schwangerschaft

Alkohol in der Schwangerschaft

Sie wussten noch nicht, dass Sie schwanger sind und haben in den ersten Tagen ihrer Schwangerschaft Alkohol getrunken? Viele Frauen plagt danach ein schlechtes Gewissen. Sie fürchten, dass sie ihrem Kind durch Alkohol in der Frühschwangerschaft geschadet haben. Das Alkohol in der Schwangerschaft für das noch ungeborene Kind schädlich ist, ist jedem bewusst. Doch was kann Alkohol in der Schwangerschaft zur Folge haben?

Alkohol und was er auslöst

In der Schwangerschaft sollte auf Alkohol komplett verzichtet werden. Frauen die wissen, dass sie schwanger sind und trotzdem weiter trinken, können bei ihren Kindern das fetale Alkoholsyndrom (FAS) auslösen. Die betroffenen Kinder sind oft lebenslang motorisch und mental betroffen. Denn der von der Mutter konsumierte Alkohol gelingt direkt und ungehindert über die Plazenta zu dem ungeborenen Kind. Dort erreicht der Alkohol die gleiche Konzentration wie im restlichen Körper der Mutter.

Alkohol, genauer sein Metabolit Acetaldehyd ist toxisch. Denn der Alkohol wirkt im Körper als Mitose Gift, als ein Störfaktor bei der Organbildung bei Kindern. Auch wirkt der Alkohol als eine neurotoxische Substanz, was zur Folge hat das, dass postnatale Suchtrisiko sehr steigt. Schätzungen zur Folge werden 20-40 % der FAS Kinder später selbst zum Alkoholiker. Generell ist der Abbau von Alkohol bei einem Embryo nur sehr schlecht möglich. Ihnen fehlt der zum Abbau benötigte Stoff Alkoholdehydrogenase (ADH) und die Aldehyddehydrogenase (ALDH). Diese sind bei einem noch so jungen Kind nicht ausreichend entwickelt. Häufen sich dann auch noch größere Mengen an Alkohol an, können diese sich besonders schlecht auf das Kind auswirken. Hier gilt eine steigende Dosis erhöht auch gleichzeitig die Toxizität. Denn das hat eine besonders große Auswirkung auf den Vitamin- und Mineralstoffwechsel. Das wiederum kann Wachstumsretardierungen, Gesichtsveränderungen und Auffälligkeiten des zentralen Nervensystems des Kindes mit sich bringen.

Sollte von der werdenden Mutter Alkohol getrunken worden sein als Sie noch nicht wusste, dass sie schwanger ist, muss sie sich die werdende Mutter keine Sorgen machen. Denn normalerweise sind die Sorgen unbegründet, meist nistet sich nur eine gesunde Eizelle ein. Die Natur hat hier die ersten 14 Tage nach der Befruchtung der Eizelle ein Alles-oder-Nichts Prinzip. Erst wenn die Eizelle eingenistet ist, ist das Embryo über die Nabelschnur mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden. Über die Nabelschnur bekommt das Kind Nährstoffe aller Art, leider aber auch die Giftstoffe wie Alkohol, Drogen oder das Nikotin aus dem Zigarettenrauch. Falls Sie sich Sorgen machen oder Sie sich unsicher sind, ob aufgrund des Alkoholkonsums ihrem Kind etwas geschehen ist wenden Sie sich bitte an ihren Gynäkologen.

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Wann sollte man noch als werdende Mutter auf Alkohol verzichten?

Eine schwangere Frau sollte nicht nur in der Schwangerschaft auf Alkohol verzichten, sondern auch wenn das Kind auf der Welt ist und noch gestillt wird. Für ein Baby ist die Muttermilch sehr wichtig. Diese enthält lebenswichtige Nährstoffe und auch wichtige Abwehrstoffe gegen Infektionserkrankungen. Nur mit alkoholfreier Muttermilch kann ihr Kind in einen erholsamen Schlaf-Wach Rhythmus finden.

Viele Frauen verschweigen ihre Alkoholsucht

Aus Scham und auch, weil sich die Frauen schuldig fühlen verschweigen sie ihren Alkoholkonsum. Dieses Problem findet sich aber in allen Gesellschaftsschichten in Deutschland. Rund 80 % der werdenden Mütter in Deutschland haben in ihrer Schwangerschaft mindestens einmal Alkohol konsumiert. Unwissentlich oder wissentlich. Keine Frau schadet aber absichtlich ihrem ungeborenen Kind, vielmehr ist es die Sucht nach Alkohol, die die Frau fest im Griff hat.

Unterstützen Sie ihre Frau/Partnerin

Sie sollten ihre Frau/Partnerin bei dem Verzicht auf Alkoholkonsum unbedingt unterstützen. Denn es zeigt sich, wenn z. B. der werdende Vater Alkohol trinkt, hat dies zwar keinen direkten Einfluss auf das Kind, aber es hat dennoch einen direkten Einfluss auf die werdende Mutter. Auch sind vielfach die sozialen Umstände ausschlaggebend, ob die schwangere Frau Alkohol trinkt oder nicht. Unterstützen Sie ihre Frau/Partnerin in der Schwangerschaft und zeigen Sie Verständnis für ihre Situation.

Hierzu einige Tipps:

  • Die schwangere Frau niemals zum Trinken auffordern
  • Situationen vermeiden, wo die schwangere Frau sich in den Konsum von Alkohol verleiten lassen könnte
  • Trinken Sie selbst auch keinen Alkohol, so machen Sie es ihrer Partnerin leichter auch auf diesen zu verzichten
  • Probieren Sie gemeinsam leckere alkoholfreie Alternativen z. B. alkoholfreie Cocktails

Fazit

Es ist nicht immer einfach auf Alkohol in der Schwangerschaft zu verzichten. Doch es gibt keine sichere und einheitliche Grenzwerte. Wer nicht auf den Geschmack verzichten möchte, kann auf alkoholfreie Biere, Sekte und Weine ausweichen. Doch Achtung auch diese enthalten manchmal eine geringe Menge an Restalkohol. Bei dem Einkauf sollte deshalb immer auf den Hinweis von 0,0 Promille geachtet werden. Den Schäden durch Alkoholkonsum sind nicht mehr rückgängig machbar!

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